Aktuell

Aktion zum Welt-Alzheimertag

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen stellen in unserer Gesellschaft eine zunehmend wichtiger werdende Zielgruppe für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen dar. Für die Bewältigung von Demenz und den damit verbundenen Aufgaben bedarf es neue Ansätze personalisierter Unterstützung und Förderung.

Die Evangelische Hochschule Darmstadt engagiert sich seit Jahren in der Unterstützung u. a. von Beratungsstellen, die sich vor allem an pflegende Angehörige wenden. In Studiengängen, wie der Sozialen Arbeit und im Bereich der Pflege und Gesundheitsförderung werden wesentliche Kenntnisse über fachliche Konzepte der gesundheitlichen und sozialen Förderung vermittelt. In mehreren Forschungsprojekten werden Erkenntnisse über Bedarfe von Menschen mit Demenz und ihre Angehörige gesammelt und evidenzgestützte Schulungs- und Unterstützungsangebote entwickelt.

Nicht zuletzt beteiligt sich die EHD am Netzwerk Demenz Darmstadt-Dieburg, um Fragen aufzugreifen und auch Impulse zur Weiterentwicklung des Bereichs einzubringen.

Für die Aktion Welt-Alzheimertag am 21. September haben wir dieses Engagement auf dem folgenden Bild eingefangen, die den geschäftsführenden Präsidenten der Hochschule, Prof. Dr. Lanwer zusammen mit dem im Netzwerk Demenz engagierten Prof. Dr. Michael Schilder, Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Pflege- und Gesundheitswissenschaften, vor der Hochschule zeigt.


Gesundheitsförderung studieren – neuer Studiengang an der EHD

(Darmstadt, 13.06.2022) Angesichts einer alternden Gesellschaft und der Zunahme chronischer Erkrankungen steht das Gesundheitswesen in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Gesundheitsbewusstsein, Eigenverantwortung und gesundheitsfördernde Strukturen rücken in den Fokus. Vor diesem Hintergrund startet an der Evangelischen Hochschule Darmstadt zum Wintersemester 2022 ein neuer Bachelor-Studiengang „Lebensweltorientierte Gesundheitsförderung“.

Zur Pressemitteilung
Zum Studiengang


Prof. Dr. Uwe Becker nahm Abschied von der EvH RWL

Der zukünftige Präsident der EH Darmstadt Prof. Dr. Uwe Becker hat mit einer gut besuchten Vorlesung in der Aula Abschied von der Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH RWL) genommen. Mit dem Thema „Deutschland und seine Flüchtlinge. Das Wechselbad der Diskurse im langen Sommer der Flucht 2015“ griff er auch den Titel seines neuen Buches auf, das Anfang Juni erschienen ist (Link zum Buch)

Uwe Becker, der an der EvH Leiter des Studiengangs Gemeindepädagogik und Diakonie war, war vom Erweiterten Senat der Evangelischen Hochschule Darmstadt zum neuen Präsidenten gewählt. Der Kölner Theologe beginnt seine Amtszeit zum Wintersemester 2022/2023. An der EvH hatte er 2015 eine Professur für Diakoniewissenschaft, Sozialethik und Verbändeforschung im Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Diakonie übernommen. Er lehrte und forschte seither zu Themen wie Armut und sozialer Arbeitsmarkt, zu Fragen von Inklusion und Ausgrenzungsdynamiken.

In seiner Abschiedsvorlesung drückte er Dankbarkeit für das "siebenjährige Geschenk" aus, "einem privilegierten Beruf nachgehen zu können, der es einem erlaubt, zu lesen, zu denken, zu lehren und zu schreiben". Dankbar sei er insbesondere für die Bewilligung eines Forschungssemesters im Winter 2019/20, das ihm den Auftakt für ein Thema geboten habe, das ihn seit Jahren beschäftigte: das Thema Flucht.

Die Publikation „Deutschland und seine Flüchtlinge. Das Wechselbad der Diskurse im langen Sommer der Flucht 2015“ sei dank der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kostenlos als Open Access erhältlich. Anliegen des Buches sei es, sich dem Verlauf und den Botschaften des medialen Flüchtlingsdiskurses zu widmen - und zwar "vom Frühjahr 2015 bis hin zum diskursiven Verschwinden, der ,Zerstreuung´ der Flüchtlingsthematik, die mit der sehr dicht frequentierten Berichterstattung über die Silvesterereignisse 2015/16 an der Kölner Domplatte eine letzte Phase und zugleich einen letzten Höhepunkt der follow-up-Nachrichten erreicht hat".

Das im Buch verfolgte „erkenntnisleitende Interesse gilt der Frage, wie genau sich diskursiv der Prozess vollzogen hat, dass ein Thema, das mit derartiger Dichte, Dominanz und emotionaler Dynamik über Monate die Medien frequentiert hat, inzwischen verbraucht und abgenutzt zu sein scheint und das, obwohl sich […] an der grundsätzlichen Tragik und Problematik derer, die flüchten, sich zur Flucht entscheiden oder auch an ihr gehindert werden, nichts verändert hat“. Im Gegenteil werde die Situation immer dramatischer.

Mehr zu Prof. Dr. Uwe Becker Publikationen sowie die Aufzeichnung der Abschiedsvorlesung finden Sie unter www.becker-sozialethik.de.

Text (gekürzt): EvH RWL
 


Gemälde aus dem Atelier Farbenhaus am Studienstandort Schwalmstadt

Die Evangelische Hochschule erwarb kürzlich neun Gemälde aus dem Atelier Farbenhaus, einem inklusiven Angebot der Hephata Diakonie für Menschen mit und ohne Behinderung. Die Bilder schmücken nun die Flure am Studienstandort Treysa im Haus Bethanien.

„Wir freuen uns über die tollen Bilder aus dem Atelier Farbenhaus“, sagt Prof. Susanne Gerner, Prodekanin der Evangelischen Hochschule Darmstadt. „Die freundlichen und schönen Farben hauchen den Fluren Leben ein. Dass wir auf diesem Weg auch noch das Atelier Farbenhaus und die Künstler:innen dort unterstützen können, ist umso erfreulicher.“

Die Kunstwerke stammen von drei Künstler:innen mit Behinderungen, die das Angebot des Geschäftsbereichs Soziale Teilhabe im Rahmen einer arbeitsbegleitenden Maßnahme nutzen. Im Atelier Farbenhaus erhalten sie die notwendige Unterstützung und Materialien, um Gemälde auf Papier oder Leinwand zu bringen. Sabine Brusius, Leiterin des Ateliers Farbenhaus, bietet in der Treysaer Innenstadt inklusive Mal- und Zeichenkurse für Menschen mit und ohne Behinderung an.  

Die Kooperation mit dem inklusiven Freizeitangebot Hephatas soll in Zukunft ausgeweitet werden, erklärt Prodekanin Gerner. „Unsere Flure sind groß und wir haben noch Platz für weitere Kunstwerke. Deshalb möchten wir im nächsten Wintersemester in Zusammenarbeit mit dem Atelier Farbenhaus einen Workshop anbieten, in dem unsere Studierenden und die Künstler:innen gemeinsam tätig werden. Wir hoffen, dass mit diesem inklusiven Ansatz weitere tolle Bilder entstehen.“


Verabschiedung der Absolvent:innen der Sozialen Arbeit (B.A.)

Im Wintersemester 2021/22 konnten an der EH Darmstadt 106 Studierende ihr B.A. Studium der Sozialen Arbeit erfolgreich abschließen. Coronabedingt musste an der Hochschule allerdings auf eine Verabschiedungsfeier in Präsenz in der Aula, wie sonst üblich, verzichtet werden. Aber es wurden keine Mühen für die Organisation einer Online-Verabschiedung gescheut, um die Studierenden, so gut es eben in diesen schwierigen Zeiten möglich ist, in ihre berufliche Praxis zu entlassen. Alle Studierenden erhielten zudem mit ihrem Zeugnis einen Fotogruß von Kolleg:innen aus Lehre und Verwaltung: Alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg!


Pionierarbeit

An der EHD wurde bundesweit die erste Professur für Psychoonkologie eingerichtet

Die EHD hat Dr. Bianca Senf im Wintersemester 2021/22 zur Professorin für Psychoonkologie berufen. Es ist der erste Lehrstuhl dieser Art in Deutschland. Die Stiftungsprofessur wird fünf Jahre lang von der Königsteiner Carls Stiftung unterstützt, die sich für Krebskranke und ihre Angehörigen engagiert.

Lesen Sie mit ihr ein Interview.


Prof. Dr. Uwe Becker neuer Präsident zum Wintersemester

Prof. Dr. Uwe Becker (62) wurde vom Erweiterten Senat der Evangelischen Hochschule Darmstadt zum neuen Präsidenten gewählt und vom Kuratorium bestätigt. Der Kölner Theologe beginnt seine Amtszeit zum Wintersemester 2022/2023. Er wechselt von der Evangelischen Hochschule Bochum nach Darmstadt.

„Zuvorderst sehe ich mich wie auch alle Mitarbeitende dem Dienst an Studierenden verpflichtet“, so Uwe Becker. „Das bedeutet für mich, dass Studierenden das weite Feld des angewandten wissenschaftlichen Denkens erschlossen und ihnen methodisch und möglichst leidenschaftlich inspirierte Durchdringungskompetenz kognitiver Inhalte vermittelt wird. Eine Zielperspektive, der ich mich leidenschaftlich verpflichtet fühle. Des Weiteren stehen die Kirchen angesichts demographischer Entwicklung und zurückgehender Mitgliederzahlen mitten in großen Reformprozessen. Eine Standortbestimmung in der Zivilgesellschaft, die Zusammenarbeit von Gemeinden untereinander sowie mit weiteren Akteuren oder auch die Etablierung interprofessioneller Teams bedürfen einer wissenschaftlichen Begleitung, für die ich die EHD gut aufgestellt sehe. Und schließlich muss man auch ganz klar festhalten: Die Evangelische Hochschule bildet subsidiär für das Land Hessen aus. Die Hochschulfinanzierung wird ein Thema meiner Amtszeit werden.“

„Aus Sicht des Kuratoriums bringt Professor Becker die Fähigkeiten und Eigenschaften mit, die für die Weiterentwicklung der Hochschule wichtig sind: Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und einen realistischen Blick auf das Finanzierbare“, hebt Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster, Vorsitzender des Kuratoriums der Evangelischen Hochschule, hervor. „Er bringt umfängliche Gremien- und Leitungserfahrung mit, ist als Mitglied des Präsidiums der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands hervorragend vernetzt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Prof. Dr. Uwe Becker wurde 2015 an der Evangelischen Hochschule Bochum für Diakoniewissenschaft, Sozialethik und Verbändeforschung berufen. Er lehrt und forscht zu Fragen von Inklusion und Ausgrenzungsdynamiken, von Arbeitsmarkt und Ökonomie. Von 2004 bis 2015 war Becker Sprecher des Vorstands der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe bzw. dessen Vorläufer, des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V.

Der amtierende Präsident der Evangelischen Hochschule Darmstadt, Prof. Dr. Willehad Lanwer, geht zum Ende des Sommersemesters 2022 in den Ruhestand.


Ukraine-Konflikt: Solidarität mit geflüchteten Studierenden und Wissenschaftler:innen

Liebe Studierende, liebe Kolleg:innen,
 
die aktuelle Situation in der Ukraine erfüllt uns alle mit großer Sorge und Betroffenheit. Wir als Evangelische Hochschule Darmstadt verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des Putin-Regimes in der Ukraine auf das Schärfste.

Die Auswirkungen der daraus entstandenen Krise erreichen auch uns als EHD. Konkret werden beispielsweise aktuell sämtliche Erasmus und DAAD-Programme in Verbindung mit Russland eingestellt. Das bedeutet für uns ein Einfrieren der langjährigen Ostpartnerschaften. Bei allem Verständnis für diese Entscheidung, sind doch langjährige und fruchtbare Kooperationen dadurch betroffen und werfen Fragen in Bezug auf das weitere Vorgehen auf.

Erschwerend kommt hinzu, dass einige unserer osteuropäische/ russischen Kolleg:innen sich vehement gegen diesen Krieg aussprechen und dadurch ebenfalls Repressionen ausgesetzt sind. Für die EHD stellt sich daher die Frage, wie sich ein weiteres Vorgehen in den nächsten Wochen und Monaten gestaltet. Wir erachten es als Hochschule für unabdingbar, dass wir uns darüber verständigen, wie mit den Einschränkungen der Freiheit von Forschung und Lehre im Spannungsfeld von Solidarität und Verurteilung der kriegerischen Aktionen umzugehen ist.

Da dieser Fall für uns bisher beispiellos ist, werden wir im Rahmen einer hochschulöffentlichen Sondersitzung der Internationalen Kommission ein diesbezüglichen Diskurs eröffnen und laden Sie alle dazu herzlich ein. Der genaue Termin sowie der Zoom-Zugangslink folgen via Mail.
 
In jedem Fall wollen wir als kurzfristige Maßnahme unsere Solidarität mit geflüchteten Studierenden und Wissenschaftler:innen zum Ausdruck bringen. Konkret stellen wir ab sofort ein Kontingent an Studienplätzen für geflüchtete Studierende mit den entsprechenden Hochschulzugangsvoraussetzungen zur Verfügung, welche die Aufnahme oder Fortführung eines Studiums ermöglichen soll. Ferner bieten wir bei Bedarf die Unterbringung von Studierenden und Wissenschaftler:innen in freien Zimmern des Wohnheims an.
 
Mit freundlichen Grüßen,  
im Namen des Präsidiums
Willehad Lanwer


Informationen zur Corona-Pandemie


Familienfreundliche Hochschule in Bewegung

Vereinbarkeit von Beruf / Studium und Familie ist für uns an der EHD ein sehr wichtiges Thema. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, unseren Studierenden und Mitarbeitenden diese Vereinbarkeit zu erleichtern.

Um sich dem Thema Familienorientierung grundlegend und strukturell zu widmen, wurde beschlossen, die Zertifizierung durch das Evangelische Gütesiegel „Familienorientierung Diakonie/ EKD“  anzustreben. Dazu richtete der Senat eine aus Vertreter:innen der einzelnen Arbeitsbereiche und der Studierendenschaft zusammengesetzte Kommission ein. Der Senatskommission unter Vorsitz von Frau Prof. Dr. Alexandra Rau obliegt die Steuerung der Beantragung des „Familiensiegels“.

In einem ersten Schritt wurde eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchgeführt. Im weiteren Verfahren schauen wir uns an, ob bestehende Angebote die Bedarfe der jeweiligen Zielgruppe an der Hochschule überhaupt treffen und ob diese Maßnahmen auch strukturell verankert und allen bekannt sind. Der nächste Schritt ist es herauszufinden, welche zusätzlichen Angebote zur Unterstützung der Familienorientierung für die Zielgruppe wichtig sind und was es braucht, um diese Maßnahme in die Umsetzung zu bringen. So beleuchten wir unterschiedliche Handlungsfelder familienorientierter Hochschulpolitik, bündeln Informationen und setzten gemeinsam neue Maßnahmen um.

Was die Arbeit an diesem Prozess so spannend macht ist dabei, dass, ganz im Sinne der Selbstverwaltungs-Idee, die unterschiedlichen Personengruppen an der EHD diesen Prozess aktiv miteinander gestalten. Dabei arbeiten wir mit einem weiten Verständnis von Familie: Es geht um Menschen, die verbindlich Sorgearbeit für andere übernehmen. Denn viele übernehmen Verantwortung – in der Betreuung und Pflege von Kindern und Menschen - in den unterschiedlichsten Konstellationen.

Geplant ist, das Gütesiegel im Laufe dieses Jahres zu beantragen.


Die Evangelische Hochschule trauert um

Prof. Dr. Volker Herrmann

Zur Traueranzeige der Familie
Zur Traueranzeige der EHD


Prof. Gunnar Haase Nielsen jetzt Seniorprofessor

Vielen Dank und auf ein baldiges Wiedersehen! Prof. Gunnar Haase Nielsen wurde nach 17 Jahren an der Evangelischen Hochschule Darmstadt in den Ruhestand verabschiedet.

Nielsen lehrte und forschte als Professor für Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Steuerungsprozesse in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Als Dekan des Fachbereichs Pflege und Gesundheitswissenschaften und Geschäftsführer der Professional School / Wissenschaftlichen Weiterbildung prägte er die EHD, wie sie heute ist, maßgeblich mit.

Vor seiner Zeit in Darmstadt lehrte der Däne als Associate Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Aarhus und war als Forschungsleiter im Danish Institute for Health and Nursing Research (DIHNR) WHO-Collaborating Centre tätig.

Wir freuen uns, dass Prof. Gunnar Haase Nielsen uns auch weiterhin als Seniorprofessor erhalten bleiben wird.


Umfrage zur "Situation von jungen Erwachsenen im Umfeld kirchlichen Handelns in der EKHN" erfolgreich fertiggestellt

Im Herbst 2019 hat die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) die Debatte über einen neuen Zukunftsprozess (ekhn 2030) eröffnet.

Im Rahmen des Beginns dieses Zukunftsprozesses ging es in einem Teilpaket von Oktober 2020 bis Oktober 2021 darum zu erfahren, welche Gedanken junge Menschen im kirchlichen Umfeld bzw. ehrenamtlich Engagierte zwischen 14-27 Jahren über die Zukunft der Kirche und das Ehrenamt in der EKHN haben.

An der Online-Umfrage haben im Mai 2021 über 730 junge Menschen teilgenommen und gaben Antworten zu folgenden Themenbereichen (Auszug):

  • Eigenes ehrenamtlichen Engagement (vor, während und nach Corona (sofern möglich))
  • Gründe, warum junge Menschen sich nicht mehr/ weniger innerhalb der Kirche engagieren/ engagieren möchten
  • Ehrenamtliches Engagement im Raum der Kirche mit Fokus auf positive und negativ gesammelte Erfahrungen
  • Benennung von hinderlichen und fördernden Aspekten für das Engagement innerhalb der Kirche
  • Wünsche an das zukünftige ehrenamtliche Engagement innerhalb der Kirche
  • Eigene (religiöse) Beziehung zur Kirche (Wer oder was ist für Dich Kirche? Wer oder was begeistert Dich für Kirche? Wer oder was nervt Dich in der Kirche?)
  • Verbesserungsvorschläge für sofortige Änderungen in der Kirche

Die Ergebnisse der Umfrage fließen nun direkt in den synodalen Prozess und die Herbstsynode 2021 der EKHN ein.

Das Projektteam freut sich, dass sich so viele Jugendliche/ junge Erwachsene an der Umfrage beteiligt haben und mit den Ergebnissen hoffentlich Gehör in der Synode erhalten.


Vorstandswechsel der Evangelischen Hochschulgesellschaft

Ortrud Störkel-Lang, Diplom-Sozialpädagogin, Supervisorin (DGSv) in eigener Praxis und langjähriges Mitglied des Dekanatssynodalvorstands des Evangelischen Dekanats Darmstadt, ist neue Vorsitzende der Evangelischen Hochschulgesellschaft (EHG), dem Förderer- und Freundeskreis der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Ilona Zettl, die in der Gemeinwesenarbeit des Diakonischen Werkes Darmstadt-Dieburg tätig ist, ist stellvertretende Vorsitzende.

Beide dankten der ehemaligen Vorsitzenden Prof. Dr. Alexa Köhler-Offierski für ihr mehrjähriges Engagement. In ihre Amtszeit fällt die Akzentuierung des jährlichen Förderpreises der Hochschulgesellschaft. „Mit dem Hochschulpreis wollen wir die Öffentlichkeit auf wichtige soziale Fragen und Problemfelder aufmerksam machen,“ so Köhler-Offierski. „Die EHG vergibt ihn für herausragende Abschlussarbeiten an Absolventinnen und Absolventen der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Seit drei Jahren beteiligt sich hierbei auch die Diakonie Hessen. Für den Transfer in die Berufspraxis ist das ein unschätzbarer Gewinn.“


Psychoonkologie jetzt erstmalig als Studienfach in Deutschland

Zum Start des Wintersemesters wurde Frau Dr. Bianca Senf von der Evangelischen Hochschule Darmstadt zur Stiftungsprofessorin für Psychoonkologie berufen. Es ist die erste und bisher einzige Professur für Psychoonkologie bundesweit.

Ulrike Soeffing, Vorsitzende der Carls Stiftung: „Unsere Stiftung hat dieses Projekt aus der Taufe gehoben und finanziert es. Darauf können wir sehr stolz sein - und ganz ehrlich - ich bin es auch! Mein Dank gilt allen, die geholfen und unterstützt haben, dies entstehen zu lassen.”

Die Carls Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung seit 1997 mit Sitz in Königstein im Taunus. Die Carls Stiftung fördert vor Ort & bundesweit in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Bildung, Wissenschaft und kulturellen Einrichtungen.

(01.10.2021)


Studienstart in Haus Bethanien

Die Evangelische Hochschule Darmstadt (EHD) nahm zum Semesterstart ihre neuen Seminar- und Büroräume auf dem Stammgelände der Hephata Diakonie in Betrieb. Im Haus Bethanien neben der Kirche wurde das zweite Obergeschoss auf einer Fläche von 600 Quadratmetern für Hochschulzwecke umgebaut.

„Was lange währt, wird gut“, begrüßt EHD-Präsident Prof. Dr. Willehad Lanwer. „Wir freuen uns sehr, die neuen Räume im Haus Bethanien am Studienstandort auf dem Hephata-Gelände endlich einweihen zu können.“ Pandemiebedingt warteten die Studierenden und Lehrenden der Evangelischen Hochschule seit einem Jahr auf diesen Moment. Der Umbau wurde nach langem Planungsvorlauf bereits im letzten Jahr abgeschlossen. „Das Hochschulsekretariat und die Dozierenden sind bereits umgezogen. Dank Impfungen und Testungen können wir zum Wintersemester nach drei Semestern Online-Lehre wieder mit Präsenzanteilen unter 3G-Bedingungen starten.“

Lanwer betont, dass Schwalmstadt der einzige Standort einer Hochschule für angewandte Wissenschaften in Nordhessen ist. „Seit nunmehr 25 Jahren bieten wir jungen Menschen am Hephata Campus eine akademische Qualifikation in Sozialer Arbeit und Diakonik. Die Zusammenarbeit mit der Hephata Diakonie und unseren beiden hessischen Landeskirchen erleben wir dabei als sehr fruchtbar und produktiv.“

„Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den hiesigen Studienstandort“, ergänzt Hephata-Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt. Die neue Hochschul-Etage im Haus Bethanien sei gewissermaßen ein Sinnbild für eben diese Verknüpfung: „Im Erdgeschoss ermöglichen pädagogische Fachkräfte den Klient*innen unserer Tagesförderstätte die Teilhabe am Arbeitsleben und in den Obergeschossen befinden sich neben Büros der Hephata Diakonie nun die neuen Räume der Evangelischen Hochschule.“

Von dem Einzug der EHD ins Haus Bethanien gehe eine wichtige Signalwirkung für Hephata und für die Stadt Schwalmstadt aus, so Dietrich-Gibhardt. Denn im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Hephata-Stammgeländes zu einem inklusiven Stadtteil mit Wohn-, Arbeits- und Bildungsangeboten spiele die EHD mit ihrem nun erweiterten Studienstandort eine wichtige Rolle. „Wir freuen uns sehr darauf, dass rund um den Hephata-Kirchturm studentisches Leben Einzug findet und sind überzeugt davon, dass der besondere Charme des historischen Gebäude-Ensembles im Zusammenspiel mit dem weiterhin auch von der EHD genutzten Campus der Hephata-Akademie mit seiner modernen Bibliothek und den Seminarräumen den Studierenden ein ideales Lernumfeld bietet.“   

„Schwalmstadt ist der Geburtsort der Konfirmation“, erinnert Dr. Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). „In deren Zuge entstanden landesweit Schulen, um Kinder im Katechismus zu unterrichten und auf das erste Abendmahl vorzubereiten. Die Evangelische Hochschule und die Hephata Akademie schließen den Zirkel evangelischer Bildungsarbeit.“

„Zudem steht Schwalmstadt für Erneuerung“, hebt Ulrike Scherf, die stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN), hervor und verweist auf die Gründung der Evangelischen Kirche in Deutschland im Hephata-Kirchsaal vor 76 Jahren.

„Das Haus Bethanien war eine Einrichtung, in der Menschen mit Behinderungen gesellschaftlich getrennt gelebt haben“, pflichtet Willehad Lanwer als Professor für Heilpädagogik bei. „Dass wir heute in diesem Gebäude die uneingeschränkte Teilhabe und Chancengleichheit lehren, ist in der Tat eine Erneuerung.“

Derzeit studieren fast 200 junge Menschen am Studienstandort Schwalmstadt der EHD Soziale Arbeit und Diakonik. Bislang nutzte die Hochschule Räume auf dem Campus der Hephata-Akademie, stieß jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Kosten für den Umbau im Haus Bethanien lagen bei zirka 600.000 Euro. Hephata trägt mit 400.000 Euro den Hauptteil der Kosten, die EHD investiert 150.000 Euro. Die Landeskirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) unterstützt das Vorhaben mit 50.000 Euro.

(04.10.2021)


II. Hessischer Engagementkongress an der EH Darmstadt am 9. und 10. September 2021

„Wichtige Plattform, um den Austausch über ehrenamtliches Engagement zu fördern und die guten Rahmenbedingen auszubauen“ Volker Bouffier, Hessischer  Ministerpräsident in seiner Eröffnungsrede

Mit dem II. Hessischen Engagementkongress fand am 9. und 10. September 2021 eine hochkarätig besetzte Veranstaltung an der EH Darmstadt statt: Grußworte hielt neben dem Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. „Wir sind sehr stolz auf die hohe Bereitschaft der Hessinnen und Hessen, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Dieses ehrenamtliche Engagement verdient eine besondere Wertschätzung. Mit dem II. Hessischen Engagementkongress und den mehr als 60 Vorträgen, Foren und Workshops bieten wir eine wichtige Plattform zum spannenden Austausch“, sagten die beiden in ihren Ansprachen.
 
Der Kongress wurde gemeinsam von der Hessischen Staatskanzlei und der EHD veranstaltet und von der LandesEhrenamtsagentur Hessen (LEAH) unterstützt. Ein Teil der Beiträge wurde vor Ort an der EHD in Darmstadt in Präsenz angeboten, weitere Formate konnten online besucht werden. So konnten ca. 400 Menschen an der Veranstaltung teilnehmen. Im Fokus standen dabei drei aktuelle Themenfelder: Corona und die Zivilgesellschaft, Digitalisierung und Ehrenamt sowie Ehrenamt im ländlichen Raum.
 
„Die Welt hat sich durch Corona verändert. Das gilt auch für das freiwillige Engagement. Wir mussten neue Wege zu den Menschen finden und innovativ sein. Doch wo stehen wir anderthalb Jahre später? Was wird bleiben und was nicht? Ist das Engagement digitaler geworden und welche Chancen bieten sich dadurch gerade auch für ländliche Räume? Zeit für eine Bestandsaufnahme“, so Prof. Dr. Vilain, Vizepräsident für Forschung und Internationales der EHD und geschäftsführender Direktor des Institut für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS) der EHD.
 
„Die Hessische Landesregierung ist sehr dankbar, dass wir mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt einen so kompetenten Partner an unserer Seite und mit ihr diesen Kongress auf die Beine gestellt haben“, betonte Bouffier abschließend.


Hochschulpreis der Evangelischen Hochschulgesellschaft und der Diakonie Hessen verliehen

Mareike Schmidt und Hanna Teckenbrock erhielten den Hochschulpreis der Evangelischen Hochschulgesellschaft e.V. und der Diakonie Hessen. Die beiden Absolventinnen der Evangelischen Hochschule Darmstadt beschäftigten sich in ihren Masterarbeiten mit Fragen der Sozialen Arbeit und der Heilpädagogik.

Mareike Schmidt thematisiert die Religionssensibilität als Dimension einer ressourcenorientierten Sozialen Arbeit. Sie arbeitet seit mehreren Jahren in einem ambulanten Dienst für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Unter den Fachkräften registrierte sie eine gewisse Unsicherheit, wie diese mit der Religiosität und Glauben der Klientinnen und Klienten umgehen können. Tatsächlich kann religiöses Erleben und Erfahrungen sich in psychischer Beeinträchtigung  auswirken, aber auch einen Halt bieten. Sie plädiert daher dafür, „Glaubensvorstellungen und Sehnsüchte – so irrational sie auch sein mögen – zur Sprache zu bringen, und zwar ohne für eine bestimmte Konfession einzutreten“. Als Arbeitsinstrumente für die Berufspraxis entwickelte Mareike Schmidt einen Fragebogen, um die Sensibilität der Fachkräfte für religiöse Fragen zu schulen sowie ein Seminarkonzept. 

Ausgehend von unterschiedlichen Raumvorstellungen arbeitet Hanna Teckenbrock die Bedeutung des sozialen Raumes im Kontext der Lebenssituation von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung heraus. Sozialraum bezeichnet  sowohl den Wohn- und Lebensraum als auch den Raum, an dem soziale Beziehungen gepflegt werden. In der Aneignung ihres Sozialraums sind Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung vielfach auf Unterstützung angewiesen. Eine Orientierung am sozialen Raum in der sogenannten Behindertenhilfe sei daher erforderlich. Hanna Teckenbrock gibt Perspektiven auf die hierzu notwendige Organisationsentwicklung und die Weiterbildung der dort tätigen Fachkräfte.

Betreuer der Arbeit von Frau Schmidt  waren Angelika Baier-Schops und Prof. Dr. Volker Herrmann, Betreuer der Arbeit von Frau Teckenbrock waren Prof. Dr. Erik Weber und Stefanie Krach.

Die Evangelische Hochschulgesellschaft und die Diakonie Hessen, bei der Ehrung vertreten durch Stefan Hof,  vergeben jährlich einen Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten an Absolventinnen und Absolventen der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Sie wollen damit auf drängende gesellschaftliche Fragen und Problemfelder aufmerksam machen. Der Hochschulpreis ist mit jeweils 1000 Euro dotiert. www.eh-darmstadt.de/hochschulgesellschaft

(13.09.2021)

Aktualisiert am