Aktuell

Informationen zur Corona-Pandemie

Prof. Gunnar Haase Nielsen jetzt Seniorprofessor

Vielen Dank und auf ein baldiges Wiedersehen! Prof. Gunnar Haase Nielsen wurde nach 17 Jahren an der Evangelischen Hochschule Darmstadt in den Ruhestand verabschiedet.

Nielsen lehrte und forschte als Professor für Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Steuerungsprozesse in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Als Dekan des Fachbereichs Pflege und Gesundheitswissenschaften und Geschäftsführer der Professional School / Wissenschaftlichen Weiterbildung prägte er die EHD, wie sie heute ist, maßgeblich mit.

Vor seiner Zeit in Darmstadt lehrte der Däne als Associate Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Aarhus und war als Forschungsleiter im Danish Institute for Health and Nursing Research (DIHNR) WHO-Collaborating Centre tätig.

Wir freuen uns, dass Prof. Gunnar Haase Nielsen uns auch weiterhin als Seniorprofessor erhalten bleiben wird.


Umfrage zur "Situation von jungen Erwachsenen im Umfeld kirchlichen Handelns in der EKHN" erfolgreich fertiggestellt

Im Herbst 2019 hat die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) die Debatte über einen neuen Zukunftsprozess (ekhn 2030) eröffnet.

Im Rahmen des Beginns dieses Zukunftsprozesses ging es in einem Teilpaket von Oktober 2020 bis Oktober 2021 darum zu erfahren, welche Gedanken junge Menschen im kirchlichen Umfeld bzw. ehrenamtlich Engagierte zwischen 14-27 Jahren über die Zukunft der Kirche und das Ehrenamt in der EKHN haben.

An der Online-Umfrage haben im Mai 2021 über 730 junge Menschen teilgenommen und gaben Antworten zu folgenden Themenbereichen (Auszug):

  • Eigenes ehrenamtlichen Engagement (vor, während und nach Corona (sofern möglich))
  • Gründe, warum junge Menschen sich nicht mehr/ weniger innerhalb der Kirche engagieren/ engagieren möchten
  • Ehrenamtliches Engagement im Raum der Kirche mit Fokus auf positive und negativ gesammelte Erfahrungen
  • Benennung von hinderlichen und fördernden Aspekten für das Engagement innerhalb der Kirche
  • Wünsche an das zukünftige ehrenamtliche Engagement innerhalb der Kirche
  • Eigene (religiöse) Beziehung zur Kirche (Wer oder was ist für Dich Kirche? Wer oder was begeistert Dich für Kirche? Wer oder was nervt Dich in der Kirche?)
  • Verbesserungsvorschläge für sofortige Änderungen in der Kirche

Die Ergebnisse der Umfrage fließen nun direkt in den synodalen Prozess und die Herbstsynode 2021 der EKHN ein.

Das Projektteam freut sich, dass sich so viele Jugendliche/ junge Erwachsene an der Umfrage beteiligt haben und mit den Ergebnissen hoffentlich Gehör in der Synode erhalten.


Vorstandswechsel der Evangelischen Hochschulgesellschaft

Ortrud Störkel-Lang, Diplom-Sozialpädagogin, Supervisorin (DGSv) in eigener Praxis und langjähriges Mitglied des Dekanatssynodalvorstands des Evangelischen Dekanats Darmstadt, ist neue Vorsitzende der Evangelischen Hochschulgesellschaft (EHG), dem Förderer- und Freundeskreis der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Ilona Zettl, die in der Gemeinwesenarbeit des Diakonischen Werkes Darmstadt-Dieburg tätig ist, ist stellvertretende Vorsitzende.

Beide dankten der ehemaligen Vorsitzenden Prof. Dr. Alexa Köhler-Offierski für ihr mehrjähriges Engagement. In ihre Amtszeit fällt die Akzentuierung des jährlichen Förderpreises der Hochschulgesellschaft. „Mit dem Hochschulpreis wollen wir die Öffentlichkeit auf wichtige soziale Fragen und Problemfelder aufmerksam machen,“ so Köhler-Offierski. „Die EHG vergibt ihn für herausragende Abschlussarbeiten an Absolventinnen und Absolventen der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Seit drei Jahren beteiligt sich hierbei auch die Diakonie Hessen. Für den Transfer in die Berufspraxis ist das ein unschätzbarer Gewinn.“


Psychoonkologie jetzt erstmalig als Studienfach in Deutschland

Zum Start des Wintersemesters wurde Frau Dr. Bianca Senf von der Evangelischen Hochschule Darmstadt zur Stiftungsprofessorin für Psychoonkologie berufen. Es ist die erste und bisher einzige Professur für Psychoonkologie bundesweit.

Ulrike Soeffing, Vorsitzende der Carls Stiftung: „Unsere Stiftung hat dieses Projekt aus der Taufe gehoben und finanziert es. Darauf können wir sehr stolz sein - und ganz ehrlich - ich bin es auch! Mein Dank gilt allen, die geholfen und unterstützt haben, dies entstehen zu lassen.”

Die Carls Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung seit 1997 mit Sitz in Königstein im Taunus. Die Carls Stiftung fördert vor Ort & bundesweit in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Bildung, Wissenschaft und kulturellen Einrichtungen.

(01.10.2021)


Studienstart in Haus Bethanien

Die Evangelische Hochschule Darmstadt (EHD) nahm zum Semesterstart ihre neuen Seminar- und Büroräume auf dem Stammgelände der Hephata Diakonie in Betrieb. Im Haus Bethanien neben der Kirche wurde das zweite Obergeschoss auf einer Fläche von 600 Quadratmetern für Hochschulzwecke umgebaut.

„Was lange währt, wird gut“, begrüßt EHD-Präsident Prof. Dr. Willehad Lanwer. „Wir freuen uns sehr, die neuen Räume im Haus Bethanien am Studienstandort auf dem Hephata-Gelände endlich einweihen zu können.“ Pandemiebedingt warteten die Studierenden und Lehrenden der Evangelischen Hochschule seit einem Jahr auf diesen Moment. Der Umbau wurde nach langem Planungsvorlauf bereits im letzten Jahr abgeschlossen. „Das Hochschulsekretariat und die Dozierenden sind bereits umgezogen. Dank Impfungen und Testungen können wir zum Wintersemester nach drei Semestern Online-Lehre wieder mit Präsenzanteilen unter 3G-Bedingungen starten.“

Lanwer betont, dass Schwalmstadt der einzige Standort einer Hochschule für angewandte Wissenschaften in Nordhessen ist. „Seit nunmehr 25 Jahren bieten wir jungen Menschen am Hephata Campus eine akademische Qualifikation in Sozialer Arbeit und Diakonik. Die Zusammenarbeit mit der Hephata Diakonie und unseren beiden hessischen Landeskirchen erleben wir dabei als sehr fruchtbar und produktiv.“

„Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den hiesigen Studienstandort“, ergänzt Hephata-Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt. Die neue Hochschul-Etage im Haus Bethanien sei gewissermaßen ein Sinnbild für eben diese Verknüpfung: „Im Erdgeschoss ermöglichen pädagogische Fachkräfte den Klient*innen unserer Tagesförderstätte die Teilhabe am Arbeitsleben und in den Obergeschossen befinden sich neben Büros der Hephata Diakonie nun die neuen Räume der Evangelischen Hochschule.“

Von dem Einzug der EHD ins Haus Bethanien gehe eine wichtige Signalwirkung für Hephata und für die Stadt Schwalmstadt aus, so Dietrich-Gibhardt. Denn im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Hephata-Stammgeländes zu einem inklusiven Stadtteil mit Wohn-, Arbeits- und Bildungsangeboten spiele die EHD mit ihrem nun erweiterten Studienstandort eine wichtige Rolle. „Wir freuen uns sehr darauf, dass rund um den Hephata-Kirchturm studentisches Leben Einzug findet und sind überzeugt davon, dass der besondere Charme des historischen Gebäude-Ensembles im Zusammenspiel mit dem weiterhin auch von der EHD genutzten Campus der Hephata-Akademie mit seiner modernen Bibliothek und den Seminarräumen den Studierenden ein ideales Lernumfeld bietet.“   

„Schwalmstadt ist der Geburtsort der Konfirmation“, erinnert Dr. Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). „In deren Zuge entstanden landesweit Schulen, um Kinder im Katechismus zu unterrichten und auf das erste Abendmahl vorzubereiten. Die Evangelische Hochschule und die Hephata Akademie schließen den Zirkel evangelischer Bildungsarbeit.“

„Zudem steht Schwalmstadt für Erneuerung“, hebt Ulrike Scherf, die stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN), hervor und verweist auf die Gründung der Evangelischen Kirche in Deutschland im Hephata-Kirchsaal vor 76 Jahren.

„Das Haus Bethanien war eine Einrichtung, in der Menschen mit Behinderungen gesellschaftlich getrennt gelebt haben“, pflichtet Willehad Lanwer als Professor für Heilpädagogik bei. „Dass wir heute in diesem Gebäude die uneingeschränkte Teilhabe und Chancengleichheit lehren, ist in der Tat eine Erneuerung.“

Derzeit studieren fast 200 junge Menschen am Studienstandort Schwalmstadt der EHD Soziale Arbeit und Diakonik. Bislang nutzte die Hochschule Räume auf dem Campus der Hephata-Akademie, stieß jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Kosten für den Umbau im Haus Bethanien lagen bei zirka 600.000 Euro. Hephata trägt mit 400.000 Euro den Hauptteil der Kosten, die EHD investiert 150.000 Euro. Die Landeskirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) unterstützt das Vorhaben mit 50.000 Euro.

(04.10.2021)


II. Hessischer Engagementkongress an der EH Darmstadt am 9. und 10. September 2021

„Wichtige Plattform, um den Austausch über ehrenamtliches Engagement zu fördern und die guten Rahmenbedingen auszubauen“ Volker Bouffier, Hessischer  Ministerpräsident in seiner Eröffnungsrede

Mit dem II. Hessischen Engagementkongress fand am 9. und 10. September 2021 eine hochkarätig besetzte Veranstaltung an der EH Darmstadt statt: Grußworte hielt neben dem Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. „Wir sind sehr stolz auf die hohe Bereitschaft der Hessinnen und Hessen, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Dieses ehrenamtliche Engagement verdient eine besondere Wertschätzung. Mit dem II. Hessischen Engagementkongress und den mehr als 60 Vorträgen, Foren und Workshops bieten wir eine wichtige Plattform zum spannenden Austausch“, sagten die beiden in ihren Ansprachen.
 
Der Kongress wurde gemeinsam von der Hessischen Staatskanzlei und der EHD veranstaltet und von der LandesEhrenamtsagentur Hessen (LEAH) unterstützt. Ein Teil der Beiträge wurde vor Ort an der EHD in Darmstadt in Präsenz angeboten, weitere Formate konnten online besucht werden. So konnten ca. 400 Menschen an der Veranstaltung teilnehmen. Im Fokus standen dabei drei aktuelle Themenfelder: Corona und die Zivilgesellschaft, Digitalisierung und Ehrenamt sowie Ehrenamt im ländlichen Raum.
 
„Die Welt hat sich durch Corona verändert. Das gilt auch für das freiwillige Engagement. Wir mussten neue Wege zu den Menschen finden und innovativ sein. Doch wo stehen wir anderthalb Jahre später? Was wird bleiben und was nicht? Ist das Engagement digitaler geworden und welche Chancen bieten sich dadurch gerade auch für ländliche Räume? Zeit für eine Bestandsaufnahme“, so Prof. Dr. Vilain, Vizepräsident für Forschung und Internationales der EHD und geschäftsführender Direktor des Institut für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS) der EHD.
 
„Die Hessische Landesregierung ist sehr dankbar, dass wir mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt einen so kompetenten Partner an unserer Seite und mit ihr diesen Kongress auf die Beine gestellt haben“, betonte Bouffier abschließend.


Hochschulpreis der Evangelischen Hochschulgesellschaft und der Diakonie Hessen verliehen

Mareike Schmidt und Hanna Teckenbrock erhielten den Hochschulpreis der Evangelischen Hochschulgesellschaft e.V. und der Diakonie Hessen. Die beiden Absolventinnen der Evangelischen Hochschule Darmstadt beschäftigten sich in ihren Masterarbeiten mit Fragen der Sozialen Arbeit und der Heilpädagogik.

Mareike Schmidt thematisiert die Religionssensibilität als Dimension einer ressourcenorientierten Sozialen Arbeit. Sie arbeitet seit mehreren Jahren in einem ambulanten Dienst für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Unter den Fachkräften registrierte sie eine gewisse Unsicherheit, wie diese mit der Religiosität und Glauben der Klientinnen und Klienten umgehen können. Tatsächlich kann religiöses Erleben und Erfahrungen sich in psychischer Beeinträchtigung  auswirken, aber auch einen Halt bieten. Sie plädiert daher dafür, „Glaubensvorstellungen und Sehnsüchte – so irrational sie auch sein mögen – zur Sprache zu bringen, und zwar ohne für eine bestimmte Konfession einzutreten“. Als Arbeitsinstrumente für die Berufspraxis entwickelte Mareike Schmidt einen Fragebogen, um die Sensibilität der Fachkräfte für religiöse Fragen zu schulen sowie ein Seminarkonzept. 

Ausgehend von unterschiedlichen Raumvorstellungen arbeitet Hanna Teckenbrock die Bedeutung des sozialen Raumes im Kontext der Lebenssituation von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung heraus. Sozialraum bezeichnet  sowohl den Wohn- und Lebensraum als auch den Raum, an dem soziale Beziehungen gepflegt werden. In der Aneignung ihres Sozialraums sind Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung vielfach auf Unterstützung angewiesen. Eine Orientierung am sozialen Raum in der sogenannten Behindertenhilfe sei daher erforderlich. Hanna Teckenbrock gibt Perspektiven auf die hierzu notwendige Organisationsentwicklung und die Weiterbildung der dort tätigen Fachkräfte.

Betreuer der Arbeit von Frau Schmidt  waren Angelika Baier-Schops und Prof. Dr. Volker Herrmann, Betreuer der Arbeit von Frau Teckenbrock waren Prof. Dr. Erik Weber und Stefanie Krach.

Die Evangelische Hochschulgesellschaft und die Diakonie Hessen, bei der Ehrung vertreten durch Stefan Hof,  vergeben jährlich einen Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten an Absolventinnen und Absolventen der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Sie wollen damit auf drängende gesellschaftliche Fragen und Problemfelder aufmerksam machen. Der Hochschulpreis ist mit jeweils 1000 Euro dotiert. www.eh-darmstadt.de/hochschulgesellschaft

(13.09.2021)


Kirchenpräsident Dr. Dr. h. c. Volker Jung eröffnet gemeinsame Online-Fachtagung der EKHN und EH Darmstadt

„Mich bewegt und berührt es sehr, dass wir in dieser Weise über den Schutz von Kindern und die Rechte von Kindern reden müssen. Kinder sind so verletzlich und verwundbar.“ Mit diesen Worten eröffnet Kirchenpräsident der EKHN, Dr. Dr. h. c. Volker Jung die Fachtagung zum Thema „Das offene Fenster der Verwundbarkeit“ - Kinderschutz und Kinderrechte. Am 3. September 2021 widmeten sich Expert(inn)en aus Wissenschaft und Kirche im Rahmen der gemeinsamen Tagung von EKHN und EH Darmstadt einem sensiblen und wichtigen Themenfeld, der kindliche Vulnerabilität.

„Ein christlicher Blick kann beisteuern, welche Bedeutung Jesus Kindern gegeben hat.“, so führte Volker Jung weiter aus. „Umso erschreckender und empörender ist es, wenn Kinder gerade durch Menschen, die sich nach Jesus Christus Christinnen und Christen nennen, Gewalt und Leid erfahren.“ In seiner Begrüßung erläutert er daher auch den Umgang der EKHN mit der Aufarbeitung von Gewalt gegenüber Kindern in der Kirche: „In der EKHN beschäftigen wir uns seit etlichen Jahren mit Gewalt, die Menschen in Heimen auf unserem Kirchengebiet, erfahren haben. Wir versuchen aufzuarbeiten. Unsere Webseite „Null Toleranz bei Gewalt“ informiert darüber, was wir getan haben und was wir tun. […] Wir haben den Anspruch, jedem Hinweis nachzugehen, für die Betroffenen da zu sein und aufzuarbeiten. Und wir wollen lernen, um Prävention weiter zu verbessern.“

Als Wunsch formulierte Volker Jung am Ende seiner Begrüßung das erneute Aufgreifen der Fragestellung um die Aufnahme der Kinderrechte im Grundgesetz. Nach Fachvorträgen
und einer filmischen Dokumentation »Prävention – Intervention – Aufarbeitung« kamen die ca. 50 Teilnehmenden der Online-Fachtagung zu einem Austausch in mehreren Workshops zusammen. Prof. Dr. Willehad Lanwer, Präsident der EH Darmstadt: „Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit der EKHN diese wichtige Tagung, auch digital - trotz Covid, auf die Beine stellen konnten. Besonders während dieser Zeit dürfen wir den Schutz der Kinder nicht aus den Augen verlieren“.


Gisela Kubon-Gilke zum Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste ernannt

Prof. Dr. Gisela Kubon-Gilke, ehemalige Vizepräsidentin der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD), wurde als Mitglied in die renommierte Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste (Academia Scientiarum et Artium Europaea) aufgenommen. Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste ist ein politisch unabhängiges, transnationales und interdisziplinäres Netzwerk von über 2.000 führenden Experten aus Wissenschaft, Kunst und Governance, darunter 32 Nobelpreisträger. Mit der Aufnahme als ordentliches Mitglied der Klasse V (Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften) würdigt die Akademie die wissenschaftliche Arbeit der 64-jährigen Darmstädterin.

„Herzlich gratuliere ich Gisela Kubon-Gilke zur Aufnahme in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste. Dies ist eine herausragende Anerkennung für ihre wissenschaftlichen Beiträge und ihre Hochschule, deren Schwerpunkt im Bereich der Sozialen Arbeit, Gesundheit und Erziehung liegt“, so der Vorsitzende des Kuratoriums der EHD, Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster.

„Meine Arbeit dreht sich in erster Linie um die Schnittstelle von Ethik und Ökonomik, die Theorie der Sozialpolitik und um alternative partizipative Unternehmensformen“, führt Gisela Kubon-Gilke aus. „Es ist mir eine große Ehre und Freude, meine Expertise auf dieser Ebene einbringen zu können. Ganz besonders freut mich die Anerkennung der Arbeit, die an der EH Darmstadt, einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, geleistet wird und die Würdigung theoretischer Forschung auf dem Gebiet der Sozialpolitik.“

Gisela Kubon-Gilke studierte in Göttingen Volkswirtschaftslehre und war im Anschluss als wissenschaftliche Mitarbeiterin und wissenschaftliche Assistentin am Institut für Wirtschaftstheorie der TU Darmstadt tätig. Dort erfolgten Promotion und Habilitation. Nach kurzen Vertretungsprofessuren an der Goethe-Universität Frankfurt und der Ludwig-Maximiliansuniversität München nahm sie die Professur für Ökonomie und Sozialpolitik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt an. Dort lehrt sie seit 1998. Sie bekleidete dort u.a. jeweils mehrere Jahre das Amt einer Dekanin und der Vizepräsidentin für Lehre und Studienangelegenheiten. Ihre Hauptarbeitsgebiete liegen in der Theorie der Sozialpolitik, der methodologischen Basis sowie normativen Grundfragen der Ökonomik. Auch Bildungsökonomie und Nachhaltigkeitsfragen thematisiert sie. Gisela Kubon-Gilke ist Mitorganisation von Tagungsreihen und Mitherausgeberin zweier Buchreihen. Sie hat elf Bücher und über 120 Aufsätze und Beiträge verfasst. Ihr aktuelles Buch, das sie gemeinsam mit Juhani Laurinkari schrieb, dreht sich um Wettbewerbschancen von Produktivgenossenschaften und anderen demokratischen Unternehmensstrukturen.

2017 wurde Gisela Kubon-Gilke bereits zum Ehrenmitglied der Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen gewählt. Überdies ist sie Mitglied im Verwaltungsrat eines großen Anbieters sozialer und gesundheitsbezogener Dienstleistungen, sie war mehrere Jahre Vorsitzende des Bildungsbeirates Darmstadt & Darmstadt und ist Mitglied des Kleinen Konvents der Schader-Stiftung Darmstadt.

Die Wahl in die Akademie erfolgt durch dessen Senat auf Vorschlag einer Nominierungskommission. Eine Selbstbewerbung ist nicht möglich.

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