Krebs als existentielle Bedrohung - die Rolle von Suizidgedanken, Demoralisierung, Kontrollverlust und assoziierten Faktoren

Wie kann die Früherkennung von Suizidalität in der Onkologie verbessert werden und somit ein wichtiger Beitrag zur Suizidprävention von Krebspatient:innen geleistet werden?

Projektleitung und Mitarbeiter*innen

Projektlaufzeit

  • 2022-2025

Förderung

Kooperationspartner:innen 

  • Uniklinik Würzburg: Prof. Dr. Imad Maatouk, Bereichsleiter Psychosomatik, Psychotherapie und Psychoonkologie
  • Onkologisches Zentrum Aschaffenburg: Dr.med. Manfred Welslau
  • Radiologie Sachsenhausen: Dr. med. Sabine Bormeth, Dr. med. Uwe Berner

Projektbeschreibung

Krebspatient:innen tragen im Vergleich zur gesunden Allgemeinbevölkerung ein fast doppelt so hohes Risiko, an einem Suizid zu versterben. Dennoch gibt es bisher kein standardisiertes Vorgehen, um das Suizidrisiko von Krebspatient:innen präzise zu erfassen. Gleichzeitig fühlen sich Behandler:innen von onkologischen Patient:innen oftmals überfordert und belastet, wenn Betroffene Suizidgedanken äußern. Bisher eingesetzte Screeningverfahren für Suizidalität wurden vor einem psychiatrischen Hintergrund entwickelt. Suizidgedanken werden dabei als Symptom im Rahmen einer psychischen Erkrankung wie beispielsweise einer Depression erfasst. Dieses Vorgehen wird den spezifischen Belastungen, unter welchen Krebspatient:innen häufig leiden, nicht gerecht und kann zu Fehleinschätzungen führen. Ziel des Projektes ist es deshalb Suizidgedanken von onkologischen Patient:innen genauer qualitativ und quantitativ zu untersuchen und ein krebsspezifisches Suizidalitätsscreening zu entwickeln. Hierbei interessiert uns auch inwiefern die Konstrukte Demoralisierung, Distress und Kontrollverlust zu einem erhöhten Suizidrisiko beitragen und deren Erfassung somit hilfreich zur Suizidprävention sein können. Aus den gewonnen Informationen soll außerdem eine Schulung für Behandler:innen von Krebspatient:innen entwickelt werden, um Fertigkeiten und Wissen rund um den Umgang mit Suizidalität in der Onkologie zu verbessern. Durchgeführt werden 3 Teilstudien gemeinsam mit den Kooperationspartnern an der Universitätsklinik Würzburg, dem Onkologischen Zentrum Aschaffenburg und der Radiologie Sachsenhausen in Frankfurt am Main.

Weitere Informationen und Kontakt

Prof. Dr. Bianca Senf
 
Evangelische Hochschule Darmstadt
University of Applied Sciences
Zweifalltorweg 12
64293 Darmstadt

Tel.:     06151 8798 715
Email: bianca.senfping@eh-darmstadtpong.de

Die Professur Psychoonkologie ist eine Stiftungsprofessur der Carls Stiftung.

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