Immersive pedagogy auf dem Feld der Didaktik in Bezug zum Thema der multikonfessionellen Herausforderungen – Lehren und Lernen mit augmented und virtual reality

Projektleitung:  Prof. Dr. Claudia Maier-Höfer
Projektlaufzeit: Mai 2020 bis  April 2021
Förderung:       interne Forschungsförderung EHD

Kooperationen:

Margit Sachse (Lichtenberg-Schule Darmstadt)

Projektbeschreibung

Die globale Vernetzung von Lehre und Lernen im Kontext der Erarbeitung von historischen und gegenwärtigen Herausforderungen mit der Generation der jungen Menschen erfordert es, Material zur Verfügung zu stellen, dass nicht nur in sich abgeschlossene „Fakten“ (Orte, Dokumente wie Bücher und Bibliotheken, Gedenkmonumente und Musen, Versammlungen von Menschen und Symposien, Poster-Präsentationen etc.) repräsentiert wird. Des Weiteren führt die Reduktion der geschichtsträchtigen und aktuell bedeutsamen Ereignisse auf rationale und rationalisierbare Kontexte zu einer Verkürzung des Prozesses der Analyse und Reflexion auf eine passive Rezeption und eine Reproduktion der im Vermittlungs-Material angelegten Deutung(en). Im Sinne der immersiven Pädagogik stellen hingegen die Projekte der augmented reality eine Form dar, auf vielfältige Weise die Menschen mit den Ereignissen zu verbinden und die Rezeptionsweise offen zu lassen. Insbesondere die Verbindung der Rezeption eines Ereignissens, wie z.B. des Holocaust vor dem Hintergrund des Erlebens gegenwärtiger antisemitischer Tendenzen in vielen Ländern, lässt Fragen entstehen, die die Generation der jungen Menschen diskursiv verarbeiten könnte – wenn entsprechender Rahmenkonzepte geschaffen werden – anstatt sich in Bezug zur Diskussion von und zu vorgefertigten Meinungen, Prinzipien und der Konstruktion von Differenzlinien ein „Bild“ zu machen. 

Als Erweiterung der immersiven Pädagogik (z.B. das Projekt in Darmstadt „jewish footprints“), die affektive und subjektive Zugangsweisen ermöglicht, ist der offene, persönliche Austausch, insbesondere über Nationengrenzen hinweg ein wichtiges Element von Demokratie in der Lehre. Didaktisch werden die Diskussionsverläufe als unvorhergesehen konzipiert. Es soll keine „Lehre“ daraus gezogen und sie umgesetzt werden. Die Komplexität der Realität, der Vergangenheit wie der Gegenwart, soll im digitalen, diskursiven Zeit-Raum bestehen bleiben können. Das entstehende Material als augmented reality soll entsprechend digital vernetzbar gemacht werden, damit junge Menschen ihre Gedanken und Eindrücke teilen können und nicht nur bezogen auf Texte von Wissenschaftler*innen diskutieren können.

Für die Entwicklung eines solchen digitalen Tools werden in diesem Projekt, das mit der Herausforderung eines Diskurses auf multikonfessioneller Ebene verbunden ist, eine Sichtung vorhandener Möglichkeiten vorgenommen, Fähigkeiten des Tools spezifiziert und eine Antrag zur Entwicklung einer Software gestellt.


Weitere Informationen und Kontakt:

Prof. Dr. Claudia Maier-Höfer
Evangelische Hochschule Darmstadt
University of Applied Sciences
Zweifalltorweg 12
64293 Darmstadt


Tel.: 06691 1814 76
maier-hoeferping@eh-darmstadtpong.de

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