Studienstandort Kassel

In Kassel leben unsere Studierenden  in einer Lern- und Lebensgemeinschaft auf dem bzw. in der Nähe des Campus.

Der Standort ist dem CVJM Verband, der weltweit größten christlichen Jugendorganisation, eng verbunden.

 

Studienstandort Kassel

Evangelische Hochschule Hessen
Hugo-Preuß-Straße 40
34131 Kassel-Bad Wilhelmshöhe
(05 61) 30 87-500
E-Mail



Studiengemeinschaft auf dem Campus

Lehren, Lernen und Leben vollziehen sich in einer von christlicher Spiritualität geprägten Gemeinschaft. Dies fördert die biografische Entwicklung personaler, sozialer und spiritueller Kompetenz.

  • Wohnen: Die Studierenden leben in Wohngemeinschaften, entweder am Campus oder in angemieteten Wohnungen in der Stadt. Die WG-Größen variieren zwischen drei und zwölf Personen und es gibt sowohl Doppel- als auch Einzelzimmer. Darüber hinaus ist jede Wohnung mit einer Küche ausgestattet. Die Verpflegung erfolgt eigenständig.
  • Mensa: Im CVJM-Tagungshaus befindet sich die Mensa, in der man mittags ein Gericht gegen ein Entgelt erhalten kann. Das Essen kann wochentags freiwillig in Anspruch genommen werden.
  • Freizeit: Studentische Initiativen, Musik, Sport, gemeinschaftliche Aktionen und Feste bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung
  • Campuskultur: Am Campus Kassel studieren über 300 Personen. Um das gemeinsame Leben und Lernen so zu gestalten, dass Diversitäten und Gemeinsamkeiten untereinander angenommen und respektiert werden, haben wir 2018 eine Campuskultur entwickelt, die ein dynamischer Leitfaden für das Gemeinsame Leben ist. Die Campuskultur ist auch relevant für den Bewerbungsprozess.

Geistliches Leben

Lehren, Lernen und Leben findet in einer von christlicher Spiritualität geprägten Gemeinschaft statt. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende bilden zusammen eine „Geistliche Gemeinschaft auf Zeit“. Auf institutioneller Ebene arbeiten die verschiedenen Hierarchiestufen partnerschaftlich und professionell zusammen. Dabei schlägt der Studienstandort Kassel eine Brücke zwischen verschiedenen Frömmigkeitsstilen aus Landeskirchen, Freikirchen und der pfingstlich-charismatischen Bewegung und ermöglicht so ökumenisches Lernen.

Wir laden zur Einübung von Verbindlichkeit ein, um Studierenden zu helfen, durch Regelmäßigkeit eine tragende und starke Lebensbasis zu bekommen. Als freie Menschen können und dürfen wir uns dazu unterschiedlich verhalten, im geistlichen Leben kann es nie Zwang geben. Gerade junge Menschen sollen befähigt werden, ihren ganz eigenen Weg zu gehen und mündig ihren Standpunkt zu festigen. Alles soll zur Ehre Gottes und zum Wohl der uns anvertrauten Menschen geschehen.

Mehrere Linien fügen sich in der Gestaltung dieser "Geistlichen Gemeinschaft auf Zeit" ineinander:

  • Regelmäßige gemeinsame Veranstaltungen
  • Gemeinsame Ausrichtung. Auf Gottes Wort hören. Ihn loben. Sich sammeln. Uns sammeln. Feiern.
  • In der Vorlesungszeit kommt die Campusgemeinschaft Dienstagabends um 19 Uhr zusammen. Jeweils 14-tägig finden abwechselnd unsere Campusgottesdienste und unsere Homebase-Tutor:innengruppen statt.
  • Zusätzlich feiern wir an bestimmten Wochentagen unsere Andachts-Kaffeepause: es gibt Kaffee & Tee und einen kleinen Impuls von Studierenden oder Dozierenden.
  • Gottesdienste und Andachten sind gleichzeitig Erprobungsräume für die gemeindepädagogische Qualifikation der Studierenden, z.B. in homiletischer und liturgischer Kompetenz.

Einfach sein dürfen. Werden. Sich entwickeln. Geistlich wachsen. Glauben. Zweifeln. Schutzraum. Persönliche Gottesbegegnung. Fragen stellen. Beten. Gaben entdecken. Gesegnet werden.

Folgende Angebote der persönlichen Begleitung gibt es am Campus Kassel:

  • Geistliche Begleitung: Lebens- und Glaubensfragen können in einem sicheren Raum thematisiert werden. Die Referentin für Geistliches Leben bietet ein Ohr, Gebet und Ermutigung an und ist da, wenn „die Hütte brennt“.
  • Für einen umfassenderen Begleitungsbedarf gibt es ein Seelsorgeangebot an unserem Campus, ggf. kann auch bei der Weitervermittlung an fachliche Hilfe unterstützt werden.
  • Mentoring: Im Rahmen unseres hochschulinternen Mentoring-Pools (deutschlandweites Netzwerk) haben Studierende die Chance, sich eine persönliche Begleitung zu suchen. Darüber hinaus wird es für alle BA-Studierende zwei Reflexionsgespräche im Rahmen des Studienverlaufs geben (gekoppelt an Module).

Gemeinschaft persönlich und überschaubar. Leben teilen. Miteinander und aneinander im Glauben wachsen. Einander tragen. Miteinander aushalten. Beziehungen vertiefen. Nachfolge.

Dies wird in verschiedenen Formaten möglich: in den WGs, in freiwilligen selbstgestalteten studentischen Hauskreisen, in unseren Homebases und in Zweierschaften.

Der Campus Kassel versucht die Montagabende (WG-Abende) und die Mittwochabende (Hauskreise) von anderen hochschulinternen Veranstaltungen freizuhalten.

Auf verschiedene Arten feiern wir an unserem Campus Gott und das Leben. Ganz besonders prägend sind die großen Festtage, wie die Semestereröffnung, sowie der große Aussendungsgottesdienst am Ende jeden Studienjahres, in dem die Absolventen in ihr Berufsleben gesandt werden. Das Kirchenjahr findet seinen Widerhall in besonders gestalteten Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier, Ostergottesdienst u.a. Darüber hinaus gibt es einmal im Jahr einen Campustag, einen Sporttag, und einen Fachtag.

Immer wieder gibt es auch Initiativen aus der Studierendenschaft, die in besondere Veranstaltungen münden.

Sich Zeit nehmen. Gemeinschaft vertiefen. Eine Auszeit haben. Reflektieren. Neue Entdeckungen machen. Begegnung leben. Gott suchen. Stille erleben. Lagerfeueratmosphäre.

Jedem Jahrgang wird es ermöglicht, einmal im Jahr ein gemeinsames Wochenende mit geistlicher Ausrichtung außerhalb des Campus zu verbringen. Organisation übernehmen die Studierenden größtenteils selbstständig. Inhaltlich spielen Themen der Kurse im sozialen Miteinander und geistliche Fragen eine Rolle. Auch wird in mindestens einem bestimmten Zeitfenster bewusst Stille eingeübt. Die Stillen Tage werden begleitet von der Referentin für geistliches Leben und einer/m Dozierenden.

Glauben und Handeln. Dem Glauben Ausdruck geben. Jesu Wesen spiegeln. Glaubwürdigkeit.

Dies findet seinen Ausdruck unter anderem im praktischen Dienst an der Gemeinschaft oder am Einzelnen, in sozialem Engagement in Kassel und weit darüber hinaus. Initiativen wie der IgwB (Interessensgemeinschaft weltlicher Belange) oder Freethem sind ein deutliches Zeichen davon.

Offen sein. In Dialog treten. Vom anderen lernen. Über den Tellerrand gucken. Horizonterweiterung. Praxiserfahrung sammeln. In einer Gemeinde Fuß fassen. Die Stadt prägen. Reich Gottes größer denken.

Die Evangelische Hochschule als Bildungseinrichtung ist eine überregional agierende Institution. Die Campusgemeinschaft als Glaubensgemeinschaft ist aber physisch und lokal verortet und eingebettet in ein größeres Miteinander vor Ort. Wir arbeiten partnerschaftlich mit anderen Werken, Gemeinden und Gemeinschaften in Kassel und Umgebung zusammen. Studierende werden ermutigt sich auch außerhalb des Campus zu bewegen und Gemeindeanschluss zu finden.

Als mündige Christen sind alle eingeladen ihre Gaben in der Gemeinschaft einzubringen und sie aktiv mitzugestalten. Die Größe der Gemeinschaft macht aber eine besondere Beauftragung und Spezialisierung in der Aufgabenverteilung notwendig:

Aus jedem Kurs werden studentische Vertreter:innen in den Arbeitskreis geistliches Leben gewählt. Der Arbeitskreis für geistliches Leben (AKGL) ist mit der Entwicklung, Durchführung und Begleitung der Formen geistlichen Lebens vertraut. Er ist darüber hinaus ein Ort des Gebets.

Darüber hinaus gibt es drei AKGL-Campusvertretende, dies sind Studierende die den Campus u. A. im LKGL (Leitungskreis geistliches Leben) vertreten, ein Gremium das gemeinsam mit der Hochschulleitung, Studiengangsleitung und der Referentin fürs geistliche Leben über weitreichendere Entscheidungen und konzeptionelle Entwicklungen berät und abstimmt.

Die Formate von geistlichem Leben und Persönlichkeitsbildung werden von der Referentin für geistliches Leben und Studierendenbegleitung koordiniert. Sie begleitet Einzelpersonen, den AKGL und die Campusgemeinschaft in Vollzug und Gestaltung und übernimmt Leitungsverantwortung, wo sie nötig und sinnvoll ist und nicht durch die Studierenden selbst getragen werden kann.

Begleitung

Tabea Wichern
Referentin für geistliches Leben und Studierendenbegleitung am Campus
0561 3087-539
tabea.wichernping@eh-hessenpong.de

Anne Besteck
Campus-Seelsorgerin
0561 86 15 111
anne.besteckping@eh-hessenpong.de

Christian Besteck
Campus-Seelsorger
0561 86 15 111
christian.besteckping@eh-hessenpong.de
 


Persönlichkeitsbildung

Jugendreferent:innen und Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen und Religions- und Gemeindepädagog:innen werden in ihrem Berufsfeld nicht nur hohes fachliches Know-How brauchen, sondern auch stark durch ihre Persönlichkeiten wirken, sowie über die Beziehungsebene arbeiten. An der Evangelischen Hochschule sollen sie zu Beidem befähigt werden. Wir fördern personale, soziale und spirituelle Kompetenzen.

Deswegen wird am Studienstandort neben kognitiven, Methoden- und Fachkompetenzen die Persönlichkeitsbildung in den Vordergrund gestellt. Neben der Entwicklung, die die Studierenden in den studiumsbezogenen Einheiten nehmen, gibt es weiter gezielte Angebote zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung. Der Bereich „Studierendenbegleitung“ wird koordiniert von der Referentin für geistliches Leben und Studierendenbegleitung (Tabea Wichern).

Persönlichkeitsbildung durch...

das Leben in WGs und die aktive Gestaltung der Campus-Gemeinschaft fördert soziale Kompetenzen wie Konfliktlösungsfähigkeit, Balance Engagement/Abgrenzung, Frustrationstoleranz, daneben aber auch Kreativität, Organisationsfähigkeit und anderes.

Die Evangelische Hochschule versteht persönliche Begleitung als ein Qualitätsmerkmal. Aus diesem Grund fördern wir eine „Kultur der Begleitung“. Dies gilt grundsätzlich für den individuellen Lebensentwurf, aber auch bewusst bei der Entwicklung einer Berufsidentität. Studierende sollen Begleitung und Beratung als etwas Natürliches und Positives erfahren.

Folgende Möglichkeiten gibt es:

Seelsorge und Lebensberatung: Studierende können sich in Persönlichkeits-, Lebens- und Glaubensfragen seelsorgerlich begleiten und beraten lassen. Kontakt: Anne und Christian Besteck (Campus-Seelsorger:innen) Für den kurzfristigen Bedarf wie „ein Ohr“, ein Gebet oder ein ermutigendes Wort können Studierende sich an Tabea Wichern (Referentin für geistliches Leben und Studierendenbegleitung) wenden.

Mentoring: Mentoring ist die Begleitung eines Zeitabschnitts auf dem Lebensweg, der/die Mentor:in teilt Zeit und Erfahrungswissen. Wir haben eine Kooperation mit dem christlichen Mentoring-Netzwerk (c-mentoring.net), Gespräche können vor Ort oder Online stattfinden.

Coaching: Im Coaching können Studierende an beruflichen Fragestellungen bzw. Fragen zum Studium arbeiten. Sie werden befähigt ihre Handlungsoptionen zu erweitern und Lösungsansätze für die jeweilige Fragestellung zu finden. Coaching wird am Studienstandort durch externe Coaches angeboten.

Reflexionsgespräche: Ein fest integrierter Teil des Studiums sind zwei Reflexionsgespräche, welche im dritten und im achten Semester mit externen Berater:innen stattfinden. Ziel ist die Reflexion von Identität und Berufung, die konkreten Inhalte des Gesprächs werden von den Studierenden selbst bestimmt.

Modul "Selbst- und Fremdwahrnehmung" (Präsenzstudium Hochschule)
Fach Beruf/Identität/Professionalität (Kollegausbildung)

In erster Linie geht es beim Buddy-Projekt darum, die Ersties willkommen zu heißen und ihnen eine Ansprechperson aus einem höheren Semester zur Verfügung zu stellen, welche ihm oder ihr auf einer persönlichen Ebene begegnet.

Da dieses Projekt seit 2013 jedes Jahr durchgeführt wird, ist es am Campus Kassel bereits bekannt und viele Studierende aus höheren Semestern erklären sich als Buddy bereit. Des Weiteren ist das Buddy-Projekt eine Chance, Studierende aus anderen Jahrgängen kennenzulernen und öffnet neben hobbybezogenen Angeboten eine weitere Ebene des Gemeinsamen Lebens.


Studierendenvertretung

Der Allgemeine Studierenden Ausschuss des Standortes Kassel wird am Ende des Studienjahres in einer Vollversammlung von allen Studierenden gewählt, um für das kommende Studienjahr die Interessen der Studierenden des -Campus zu vertreten, ein Knotenpunkt zwischen Dozierenden und Studierenden zu bilden und sich zukunftsorientiert für den Werdegang der Hochschule zu engagieren.

Dazu beteiligt sich dieser in unterschiedlichen Gremien, wie z.B. dem Präsenzstudierenden Forum, dem Studierendenparlament, dem Campusdialog, im Senat oder im Prüfungsausschuss der Hochschule.

Im AStA gibt es sieben Ansprechpartner:innen, die sich für eine Amtszeit von einem Jahr mit folgender Aufteilung für die Belange der Studierenden einsetzen:

  • Die Hochschulsprechenden nehmen an Gremien (z.B. im Senat) teil, die die Arbeit der Hochschule betreffen und vertreten dort die Studierenden.
  • Die Studierendenvertretenden engagieren sich innerhalb des Jahres für ein positiv prägendes, konfliktarmes und bereicherndes Zusammenleben bei den Studierenden. Neben ihrem stetig offenen Ohr für Kummer und Wünsche arbeiten sie zukunftsorientiert an einem weiterhin bestehenden Heimatgefühl im gemeinsamen Leben und Lernen.
  • Die Schriftführenden organisieren den Mailverkehr zwischen Studierenden, des AStAs und den Dozierenden. Sie protokollieren in Sitzungen, setzen sich mit den bestehenden Satzungen auseinander und versuchen in ihrem Arbeitsfeld die Basis für nachhaltige Kommunikation und konstruktive Arbeitsweise zu schaffen.
  • Der/Die Kassenwart:in verwaltet alle Ein- und Ausgaben der Studierendenschaft bei z.B. Veranstaltungen und Investitionen den Campus betreffend. Er/Sie unterstützt außerdem in Veranstaltungsplanungen, macht Abrechnungen und behält den finanziellen Überblick.
  • Sie dürfen ihr Ohr den Studierenden schenken, die innerhalb ihres Studiums mit Schwierigkeiten konfrontiert sind oder Fragen haben.