Pflege und Gesundheitsförderung (B.A.)

Das Bachelor-Studium bietet Ihnen eine Doppelqualifikation für berufliche Tätigkeiten sowohl in Bereichen der Gesundheitsförderung als auch in Arbeitsfeldern der Pflege.

Diese, im deutschsprachigen Raum einzigartige, Verknüpfung der Pflege mit Gesundheitsförderung wird in insgesamt fünf Studienschwerpunkten vermittelt, die sich auf 15 Module verteilen.

  • 1. Grundlagen der pflegerischen Versorgung (75 CP)
  • 2. Gesundheitsförderung (50 CP)
  • 3. Forschung und Projektentwicklung (30 CP)
  • 4. Management und Beratung (30 CP)
  • 5. Ethik (25 CP)
  • Studienschwerpunkte im Detail

Was lerne ich im Studiengang?

Sie erwerben die Kompetenzen, sowohl wissenschaftliche als auch praxisbezogene Problemstellungen in pflege- und gesundheitswissenschaftlichen Tätigkeitsfeldern zu erkennen, zu bearbeiten und zu lösen.

Unsere Absolvent/inn/en sind befähigt, Menschen in einem komplexen Gesundheitssystem mit arbeitsteilig agierenden Institutionen und interprofessionellen Behandlungsteams die für sie notwendige Gesundheitsförderung sowie Versorgung und Unterstützung zukommen zu lassen. Sie werden zu Expert_innen ausgebildet, die pflegerische Bedarfslagen Patient/inn/en- oder Bewohner/innen-bezogen und zielgruppenspezifisch auf wissenschaftlicher Grundlage einschätzen und Interventionen einleiten können.

Neben kommunikativen Fähigkeiten stehen während des Studiums insbesondere die Entwicklung und Förderung analysierender und forschender Kompetenzen für gesundheitsbezogene Innovationsprozesse im Vordergrund. Außerdem können sie in einer Lotsenfunktion Menschen mit komplexen Gesundheits- und Pflegebedarfen helfen, sich in einem zunehmend komplexer werdenden Gesundheitssystem zu orientieren und individuell passgenaue Angebote zu finden.

An wen richtet sich der Studiengang?

Der Studiengang richtet sich an Studierende mit und ohne Berufszulassung im Gesundheitswesen. Studierende ohne Berufszulassung qualifizieren sich für Tätigkeiten in der Gesundheitsförderung und pflegebezogenen Aufgabenfeldern, die keine Berufszulassung erfordern. Bei Interesse können Sie eine Berufszulassung über eine verkürzte Pflegeausbildung im Anschluss an das Studium erwerben. Studierende mit Berufszulassung bauen auf ihren Berufserfahrungen auf und können sich über das Studium weiterqualifizieren, insbesondere in den Bereichen forschungsbasierte Praxisentwicklung und Gesundheitsförderung.

Zudem besteht für diese Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen des Studiums eine Zusatzqualifikation Schulgesundheitsfachkraft  zu erwerben.

Wie genau verläuft das Studium?

Das Studium verläuft über einen Zeitraum von sechs Semestern, in jedem Semester werden 3 bzw. 4 Module belegt und 30 CP erworben. In der vorlesungsfreien Zeit werden verteilt über den Studienverlauf insgesamt 30 Wochen Praktika absolviert. Da Studierende mit Berufszulassung bereits im Zuge der Ausbildung pflegebezogene Wissensbestände erworben haben, ergibt sich ein in Teilen unterschiedlicher Studienverlauf.

Was beinhaltet die „Zusatzqualifikation Schulgesundheitsfachkraft“

Seit Beginn des Wintersemesters 2019/2020 können Studierende mit Berufszulassung im Rahmen ihres Studiums eine Qualifikation zur Schulgesundheitsfachkraft erwerben (Mindestanzahl 10 Teilnehmer/innen).

Schulgesundheitsfachkräfte sind als ausgebildete Pflegekräfte in Schulen tätig und sind vor allem bei Verletzungen oder Erkrankungen schnell zur Stelle, beraten in Gesundheitsfragen von der richtigen Ernährung bis zu ausreichender Bewegung, unterstützen die Gesundheitsämter bei der Früherkennung von Krankheiten und betreuen chronisch kranke Kinder an den Schulen.

Um diesen vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, bietet die EHD eine entsprechende Qualifizierung als integrierten Bestandteil des Studiums B.A. Pflege und Gesundheitsförderung an. Hierzu werden zwei spezifische Module belegt sowie die Inhalte der regulären Module und Praktika am Thema Schulgesundheit ausgerichtet.

Welche Möglichkeiten bestehen, eine Pflegeausbildung mit dem Studium zu verknüpfen?

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis wird im Studiengang auch durch ein Angebot der Verzahnung der Pflegeberufsausbildung mit dem Studiengang ermöglicht. Mit derzeit sieben Pflegeschulen bestehen entsprechende Kooperationsvereinbarungen.

Auszubildende aus den Kooperationsschulen  können parallel zur Ausbildung bereits Blockseminare an der Hochschule absolvieren und dann nach ihrem Examen direkt in das 3. Studiensemester einsteigen. Umgekehrt können Studierende nach Erlangen des Bachelors eine verkürzte Pflegeausbildung absolvieren.

Welche beruflichen Möglichkeiten eröffnet mir das Studium?

Der Bachelor Pflege und Gesundheitsförderung qualifiziert für zahlreiche beruflichen Tätigkeiten im Gesundheitswesen, wovon einige im Folgenden exemplarisch aufgelistet werden. Grundsätzlich können diese Tätigkeiten sowohl von BachelorAbsolvent/inn/en ohne als auch mit Berufszulassung durchgeführt werden, je nach Stellenausschreibung kann aber eine Berufszulassung zusätzlich zum Bachelor-Abschluss erforderlich sein.

  • Forschungsbasierte Praxisentwicklung/Pflegeentwicklung
  • Projektmanagement
  • Beratung, z.B. Pflegeberatung, Gesundheitscoaching
  • Schnittstellenmanagement und Case Management
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Fort- und Weiterbildungen
  • Qualitätsmanagement
  • Leitende Tätigkeiten

Auf einen Blick


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