Wechsel im Kuratoriumsvorsitz

(15.04.2013)

An der Evangelischen Hochschule Darmstadt als staatlich anerkannter Hochschule in kirchlicher Trägerschaft wird das Kuratorium nach Wahl durch die Träger berufen. Es unterstützt die Organe der Selbstverwaltung der Hochschule, überwacht die Geschäftsführung der EHD, übt die Rechtsaufsicht aus und hält Verbindung zu den Organen der EKHN.  Heute wechselte im Rahmen eines Festaktes der Kuratoriumsvorsitz von  Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Präsident der Universität Kassel, auf den neuen Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster, ehemaliger Rektor der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung verabschiedet den Kuratoriumsvorsitzenden der EHD, Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep. Im Hintergrund (v.l.n.r.): Frau Postlep, Frau Huster, Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung (EKHN): "Die Evangelische Hochschule Darmstadt ist eine Hochschule, die auf hohem Niveau mit evangelischer Profilierung arbeitet. Sie wird getragen von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau. Die Hochschule bildet aus und qualifiziert für die Arbeit in Kirche und Diakonie und für viele Arbeitsfelder in unserer Gesellschaft.

Die Träger sind sehr dankbar, dass Professor Postlep als Vorsitzender des Kuratoriums die Hochschule in den letzten Jahren ehrenamtlich mitgeprägt hat. Er hat Wert darauf gelegt, dass die Hochschule einen wichtigen Platz in der hessischen und der deutschen Hochschullandschaft einnimmt. Und es ist ihm gelungen, dies mit zu gestalten. Wir sind auch dankbar, dass wir mit Professor Huster einen ausgewiesenen Wissenschaftler für seine Nachfolge gewonnen haben, der in der Hochschulleitung erfahren ist und dem das ehrenamtliche Engagement in seiner Kirche ebenso ein Herzensanliegen ist. Wir wünschen beiden Gottes Segen in Abschied und Neubeginn."

Bischof Prof. Dr. Martin Hein (EKKW): „Professor Postlep hat mit seinen vielfältigen Erfahrungen aus dem Universitätsbereich wesentlich dazu beigetragen, dass die Evangelische Hochschule Darmstadt gut aufgestellt ist. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck dankt ihm für sein überaus hohes ehrenamtliches Engagement und für seine Impulse für das Profil evangelischer Bildungsarbeit.“

Der neue Kuratoriumsvorsitzende der EHD, Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster, wird von Bischof Prof. Dr. Martin Hein beglückwünscht.

Prof. Dr. Alexa Köhler-Offierski, Präsidentin der Evangelischen Hochschule Darmstadt: „Dem Kuratoriumsvorsitzenden kommt eine besondere Rolle zu, weil er zur Erfüllung des Auftrags der EHD ein zentraler Gesprächspartner für die Hochschule, die kirchlichen Träger und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst darstellt. Herr Professor Postlep hat diese Funktion mit hoher fachlicher und persönlich-vermittelnder Kompetenz wahrgenommen und trotz der Entfernung wichtige Impulse für die Weiterentwicklung seiner „zweiten“ Hochschule gegeben.  So fällt z.B. die Namensänderung in Evangelische Hochschule in seine Amtszeit. Wir danken ihm sehr für sein Engagement und bedauern sein Ausscheiden.
Mit Herrn Professor Huster konnte ein Nachfolger gewonnen werden, der sich sowohl in der Hochschullandschaft als ehemaliger Rektor der Evangelischen Fachhochschule Bochum und Privatdozent der Justus-Liebig-Universität Gießen auskennt als auch als  Vorsitzender seines Kirchenvorstands kirchlich engagiert ist. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster über seine neue Aufgabe: „Das Wort Kuratorium kommt vom lateinischen curare – sorgen für: Es ist die Aufgabe des Kuratoriums, die Entwicklung der EHD förderlich zu begleiten, d.h. vor allem mit dafür zu sorgen, dass die materielle Basis gefestigt, vielleicht auch ausgeweitet wird. Dazu bedarf es guter Gespräche mit dem Land Hessen und den Trägerkirchen.
Zugleich ist das Kuratorium daran zu beteiligen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen eine hochschulgemäße Selbstverwaltung ermöglichen. Dazu gehören auch Rechtsaufsicht und die Mitwirkung an der Besetzung der Positionen eines Kanzlers, einer Kanzlerin bzw. eines Präsidenten, einer Präsidentin im Jahr 2014. Und das Kuratorium ist daran beteiligt, dass wissenschaftlich und pädagogisch versierte Professorinnen und Professoren neu berufen werden.
Die EHD ist eine Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Das Kuratorium wird daran mitwirken, dass deren Fundierung nach innen und nach außen deutlich bleibt – nach innen in einer Forschung und Lehre, die dem christlichen Menschenbild verpflichtet ist, und nach außen in der besonderen Partnerschaft zu kirchlichen Einrichtungen und Institutionen. Die EHD ist Hochschule, also wissenschaftlichen Standards verpflichtet, sie tut dieses auf ihren christlich-ethischen Grundlagen, macht Angebote und sie stellt sich auch kritischen Anfragen. Auch hier will ich als Vorsitzender des Kuratoriums die Hochschule begleiten.“

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