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Leben mit Bauchspeicheldrüsenkrebs

Hochschulpreis der Evangelischen Hochschulgesellschaft an Patrick Ristau verliehen


Pflegewissenschaftler Patrick Ristau erhielt für seine Arbeit über die Lebenswirklichkeiten von Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs den Hochschulpreis der Evangelischen Hochschulgesellschaft. Der Absolvent der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD) beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit Diagnoseerleben und Krankheitsbewältigung der Betroffenen.

Bis zu 19.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an einem Tumor der Bauchspeicheldrüse. Mehr als 95 % der Betroffenen haben dabei einen sehr aggressiven Krankheitsverlauf mit geringer Heilungs- und Überlebungschance. Die 5-Jahres-Überlebensraten stagnieren auf niedrigem Niveau um ca. 10 %. Erschwerend kommt hinzu, dass die Diagnose oft erst spät gestellt wird. Patrick Ristau sprach mit zwölf Patientinnen und Patienten zu ihren persönlichen Erfahrungen mit dieser schwerwiegenden Erkrankung.

Die Diagnose- und Versorgungsprozesse gestalten sich demnach höchst unterschiedlich, häufig aber schleppend und aus Sicht der Patienten unbefriedigend. Zu Beginn ihrer Erkrankung werden die Betroffenen in der Regel im Krankenhaus behandelt. Dies empfinden sie oftmals als belastend. Danach bricht die Versorgung vieler Patienten zunächst ab. In manchen Fällen können Hausärzte diesen Bruch vermeiden. Gleichzeitig kommt Selbsthilfegruppen vielfach in Ermangelung kompetenter professioneller Ansprechpartner eine große Rolle bei der Information und Schulung von Patienten zu. Dagegen empfinden viele Betroffene stationäre Rehabilitationsmaßnahmen häufig als nicht zweckdienlich Wie die Betroffenen ihre Krankheit bewältigen, hängt von vielen Faktoren ab: der jeweiligen Lebenserwartung, dem Verlauf der Erkrankung und der persönlichen Lebenswelt der Betroffenen. Eine Bewältigung ist nicht in jedem Fall zeitnah möglich. Die Erkrankung kann zu sozialer Isolation führen.

Ristau folgert aus seiner Untersuchung, dass die Leistungen des Gesundheitswesens stärker an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen ausgerichtet werden müssen. Patientinnen und Patienten wünschen sich feste Ansprechpartner, die sich Zeit nehmen und zwischenmenschliche Zuwendung geben. Insbesondere dem hohen Informationsbedarf ist, zum Beispiel durch eine gemeinsame Entscheidungsfindung von Arzt und Patient, Rechnung zu tragen. Der Kontakt zu Selbsthilfegruppen ist unabdingbar und sollte strukturell fest verankert werden. Auch Angehörige können möglicherweise von speziellen Angeboten profitieren.


Beauftragte für Kinder- und Jugendrechte übergibt Charta an die Landesregierung

EHD-Professorin Dr. Katharina Gerarts hat als Beauftragte der Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und dem Hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, eine Kinder- und Jugendrechte-Charta für Hessen übergeben. Nach einjähriger Arbeit ist das Werk nun fertiggestellt.

„Die Charta ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in unserem Land. Mit diesem Kinderrechte-Leitfaden für die Hessische Landesregierung sind wir ein Vorreiter in Deutschland. In keinem anderen Bundesland gibt es eine solch konzipierte Charta, bei deren Anfertigung Kinder und Jugendliche derart intensiv eingebunden waren. Wir werden unser Bestmögliches für die Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Charta tun“, sagte der Ministerpräsident.

Die Kinder- und Jugendrechte müssen in die Mitte der Gesellschaft und ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden. „Kinder müssen wissen, dass sie Rechte haben und welche das sind“, sagte Volker Bouffier. In der Reform der Hessischen Landesverfassung, über die die Bürger Ende Oktober abstimmen können, ist die Stärkung der Rechte von Kindern ausdrücklich vorgesehen. Dies soll dazu beitragen, Kinder vor Missbrauch und Vernachlässigung zu schützen.

Zur Pressemitteilung der Hessischen Landesregierung


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